Gutenberg Marathon 2009

Nach der, für mich, Superzeit beim HM in St. Wendel war ich mir im Vorfeld des HM in Mainz nicht sicher, wie ich den Lauf angehen sollte. Außerdem war ich 1. im Training durch eine hartnäckige leichte Zerrung in der rechten Wade gehandicapt und 2. nach St. Wendel muskulär sowieso irgenwie ziemlich kaputt. So plante ich, den HM mit einem Schnitt von 5:00/km anzugehen, je nachdem wie ich mich am Tag X fühlen würde.

Wir verbanden das Wochenende mit einem Besuch bei der Tante meiner Frau, die in Mainz wohnt. Die hat uns Unterschlupf gewährt. So konnte ich dann am Samstag ganz entspannt meine Startunterlagen abholen und mich am Sonntag morgen ohne viel Stress zum Start begeben.

Startaufstellung sollte ab 9:00 Uhr geschehen. Ich war zeitig vor Ort und plazierte mich ein gutes Stück vor dem "blauen Luftballon", wo ich mich meiner Startnummer nach einordnen sollte.

Um 9:30 Uhr war dann der Start zum Jubiläumsmarathon. Der Startschuss war allerdings dort wo ich stand, nicht zu hören. Man merkte es nur daran, dass sich das Läuferfeld ca. 5 Minuten später langsam in Gang setzte.

Als ich dann endlich an der Startlinie war, lief ich locker los und nahm das Tempo auf, das mir angenehm erschien. Jedoch stand ich anscheinend in der Startaufstellung so weit hinten, dass ich bis ca. Km 10 nur am "Zickzacklaufen" und Überholen war. Stellenweise mußte ich auf den Bürgersteig ausweichen, weil es Gruppen gab, die zu fünft oder sechst nebeneinander liefen. Es war also wieder festzustellen, dass es nicht zu wenige gibt, die sehr optimistisch sind, was ihr Laufvermögen angeht.

Ich fühlte mich jedenfalls super und konnte das Anfangstempo konstant halten und gegen Ende des Laufes sogar noch ein wenig steigern. Dazu beigetragen haben auf jeden Fall die Mainzer Zuschauer, die einfach phantastisch waren und jeden Läufer anfeuerten und  die Strecke, die fast topfeben ist.

Bedingt durch die Wärme nahm ich jede Versorgungsstelle mit und kippte mir nachdem ich einen kleinen Schluck genippt hatte, den Rest des Bechers über den Kopf. Z.T. sah man Läufer, die der Temperatur Tribut zollen mußten und von Helfern versorgt wurden.

So ging der Lauf relativ schnell vorüber. Stellenweise konnte ich mich an andere Läufer hängen. Am Ende mußte ich natürlich kämpfen aber Wettkampf ist Wettkampf.

Ins Ziel kam ich dann mit einer Nettozeit von 1:36:34, was für den zweiten HM innerhalb von 5 Wochen  in Ordnung war.

Fazit: Mainz ist aufgrund der Strecke und der Zuschauer auf jeden Fall eine Reise wert. Wenn ich weiter vorne gestanden hätte, wäre eine noch bessere Zeit möglich gewesen.

P.S. Die CEP Strümpfe haben sich bewährt. Keinerlei muskuläre Probleme in den Waden.


 

1 Kommentar 20.5.09 13:05, kommentieren